Kostenloser Rechner

Stundensatz berechnen: Was deine Arbeitsstunde kosten muss.

Trag Lohn, Kosten und Arbeitszeit deines Betriebs ein. Der Rechner zeigt den Verrechnungssatz, bei dem Kosten und Gewinn gedeckt sind, und woraus er besteht. Ohne Anmeldung, deine Zahlen bleiben im Browser.

Direkt zum RechnerSo wird gerechnet

Deine Zahlen

Startwerte: ein Beispielbetrieb mit einem Gesellen, keine Durchschnittswerte.

Dein Lohn

Brutto vor Einkommensteuer, einschließlich deiner Kranken- und Altersvorsorge. Als Selbstständiger zahlst du beides allein.

Mitarbeiter

45.600 € im Jahr

Produktive Mitarbeiter

1

Gesellen und Helfer, die beim Kunden arbeiten. Eine Bürokraft gehört unten zu den Bürokosten.

Bruttolohn plus Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen und Berufsgenossenschaft. Die Summe steht im Lohnjournal deines Steuerbüros.

Betriebskosten pro Monat

2.100 € im Monat

Leasing, Sprit, Steuer, Versicherung

Miete, Strom, Heizung

Betriebshaftpflicht, Kammer, Innung

Anschaffung verteilt, Reparatur, Verschleiß

Steuerbüro, Software, Telefon, Werbung

Arbeitskleidung, Fortbildung, Bankgebühren

Arbeitszeit

215 Arbeitstage · 1.720 h je Person

Angebote, Rechnungen, Einkauf, Fahrten und Kundengespräche zahlt dir niemand direkt. Diese Zeit steckt im Satz der übrigen Stunden.

Materialfahrten, Rüstzeiten und Aufräumen gehen auch hier ab.

Gewinn und Material

Deckt Ausfälle, Gewährleistung und Investitionen. Dein Lohn steht schon oben, der Gewinn kommt obendrauf.

Was du beim Weiterberechnen von Material über dem Einkaufspreis verdienst. Dieser Betrag trägt Kosten mit und senkt den nötigen Stundensatz. Unsicher? Lass 0 stehen, dann liegst du auf der sicheren Seite.

Dein Verrechnungssatz

57,01 €

je abgerechnete Stunde, netto

67,84 € brutto mit 19 % Umsatzsteuer

Dein Lohn
22,43 €
Mitarbeiter
18,94 €
Betriebskosten
10,47 €
Wagnis und Gewinn
5,17 €

Untergrenze ohne Gewinn51,83 €

Abgerechnete Stunden im Jahr2.408 h

Nötiger Stundenumsatz im Jahr137.280 €

Verbringst du eine Bürostunde pro Woche stattdessen beim Kunden, reichen 56,01 €.

Dein Gewerk (optional)

Aufgerundet auf volle Euro. Der Satz steht dann als Stundenposition im kostenlosen Angebotsgenerator, gespeichert nur in diesem Browser.

Oder gleich mit dem ganzen Betrieb: 30 Tage kostenlos testen — dein Satz steht dann bei der Einrichtung bereit.

Deine Zahlen bleiben in diesem Browser und werden nicht übertragen. Gespeichert wird nur der gerundete Satz, und nur wenn du ihn übernimmst.

Die Methode

So entsteht der Satz, am Beispiel der Startwerte.

Der Rechner nutzt die vereinfachte Zuschlagskalkulation, mit der kleine Betriebe ihren Stundensatz herleiten. Nichts daran ist geheim, und jede Zahl unten lässt sich mit dem Taschenrechner nachprüfen.

  1. 1 · Kosten im Jahr

    54.000 € Unternehmerlohn, 45.600 € für den Gesellen und 25.200 € Betriebskosten ergeben 124.800 €.

  2. 2 · Abgerechnete Stunden

    260 Werktage minus 28 Urlaub, 9 Feiertage und 8 Krankheitstage sind 215 Tage. Davon 60 % beim Inhaber und 80 % beim Gesellen: 2.408 Stunden.

  3. 3 · Selbstkosten

    124.800 € ÷ 2.408 Stunden = 51,83 €. Darunter arbeitet der Betrieb mit Verlust.

  4. 4 · Verrechnungssatz

    Mit 10 % für Wagnis und Gewinn: 57,01 € netto, für Privatkunden 67,84 € mit Umsatzsteuer.

Der Kunde bezahlt die Stunde auf der Baustelle. Die im Büro bezahlt er mit.

Der häufigste Fehler beim Stundensatz ist, vom Lohn aus zu rechnen. Im Beispiel kostet der Geselle 3.800 € im Monat, also 45.600 € im Jahr. Verteilt auf seine 1.376 abgerechneten Stunden sind das schon 33,14 € je Stunde, bevor Fahrzeug, Werkzeug, Versicherung oder ein einziger Euro für den Inhaber bezahlt sind.

Der zweite Hebel sind die Stunden selbst. Jede Stunde, die nicht beim Kunden landet, muss von den anderen mitgetragen werden. Deshalb verändert der Anteil der abgerechneten Zeit das Ergebnis stärker als fast jede Kostenposition: Im Beispiel senkt schon eine Bürostunde pro Woche, die der Inhaber stattdessen beim Kunden verbringt, den nötigen Satz auf 56,01 €.

Wohin die unbezahlten Stunden gehen

  1. Angebote kalkulieren, schreiben und nachfassen
  2. Rechnungen, Zahlungseingänge und Mahnungen
  3. Material bestellen und beim Großhändler abholen
  4. Fahrten, die nicht als Anfahrt berechnet werden
  5. Rüsten, Aufräumen, Werkzeug warten
  6. Kundentermine, Aufmaß ohne Auftrag, Telefonate

Die ersten beiden Zeilen kann Software kürzer machen, die Fahrt zum Großhändler nicht. Wie viel Zeit allein das Angebotschreiben kostet, zeigt der Papierkram-Kostenrechner.

Ehrlich gesagt

Was dieser Rechner nicht für dich erledigt.

Keine Steuerberatung

Einkommensteuer, Rücklagen und Finanzierung stecken nur so weit drin, wie du sie in Unternehmerlohn und Gewinnzuschlag einrechnest. Für die belastbare Zahl gehört der Steuerberater an den Tisch.

Keine Auftragskalkulation

Der Satz sagt, was eine Stunde im Jahresmittel bringen muss. Wie viele Stunden und welches Material ein einzelner Auftrag braucht, kalkulierst du weiterhin selbst.

Keine Marktpreise

Die Startwerte sind ein erfundener Beispielbetrieb. Ob dein Satz zu deiner Region und deinem Gewerk passt, beantwortet der Rechner nicht, er zeigt nur, was deine Zahlen verlangen.

Ein Satz für den ganzen Betrieb

Meister-, Gesellen- und Helferstunden werden gemittelt. Wer sie getrennt abrechnet, muss die Mischung so wählen, dass der Durchschnitt erreicht wird.

Und dann?

Ein Satz, der nur in der Tabelle steht, bringt nichts.

Er muss in jedem Angebot und auf jeder Rechnung ankommen. So läuft das in kurzhand, ohne dass du die Zahl ein zweites Mal abtippst.

Leistungskatalog
Du legst die Arbeitsstunde einmal mit deinem Satz an, bei Bedarf getrennt nach Meister und Geselle. Danach steht sie in jedem Angebot mit einem Tipp bereit. In jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen. Erstes Angebot ohne Anmeldung zusammenstellen
Zeiterfassung
Den Satz trägst du als Standard-Stundensatz ein. Erfasste Stunden übernimmt kurzhand damit als Rechnungsposition, ohne dass jemand Stundenzettel abschreibt. Ab dem Tarif Betrieb. Zur Zeiterfassung
Nachkalkulation
Ob der Satz im Alltag hält, zeigt die Nachkalkulation je Auftrag: geplante Stunden gegen erfasste, bewertet mit deinem Satz. Ab dem Tarif Betrieb. Wie Aufträge in kurzhand laufen

FAQ

Fragen zum Stundensatz im Handwerk

Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Verrechnungssatz?

Der Stundenlohn ist das, was ein Mitarbeiter je Stunde verdient. Der Verrechnungssatz ist das, was der Betrieb dem Kunden je Stunde berechnen muss: Er trägt zusätzlich die Arbeitgeberanteile, alle Stunden, die niemand bezahlt (Urlaub, Krankheit, Fahrten, Büro), die Betriebskosten und einen Gewinn. Deshalb liegt er immer deutlich über dem Lohn, den der Mitarbeiter auf der Abrechnung sieht.

Was gehört in den Unternehmerlohn?

Das, was du dir als Inhaber im Monat auszahlen willst, brutto vor Einkommensteuer, plus deine Kranken- und Pflegeversicherung und deine Altersvorsorge. Wer mit seinem Betrieb in der Handwerksrolle eingetragen ist, ist in der Regel rentenversicherungspflichtig (§ 2 Satz 1 Nr. 8 SGB VI), bis mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt sind (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 SGB VI). Ein guter Anhaltspunkt ist, was du als angestellter Meister verdienen würdest, plus diese Beiträge.

Wie viele Stunden kann ich im Jahr wirklich abrechnen?

Weniger, als man denkt. Von 260 Werktagen gehen Urlaub, Feiertage und Krankheit ab. Von der verbleibenden Zeit rechnet ein Inhaber nur einen Teil beim Kunden ab, weil Angebote, Rechnungen, Einkauf und Fahrten dazwischenliegen. Im Beispiel dieses Rechners sind das bei 40 Wochenstunden 1.032 Stunden für den Inhaber und 1.376 für den Gesellen. Setz die Anteile auf deine eigenen Erfahrungswerte, sie haben den größten Einfluss auf das Ergebnis.

Gehört die Umsatzsteuer in den Stundensatz?

Nein. Gerechnet wird netto, die Umsatzsteuer kommt auf der Rechnung obendrauf und geht ans Finanzamt. Der Rechner zeigt den Bruttowert zusätzlich, weil Privatkunden in Bruttopreisen denken. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus, dann ist der Nettosatz auch der Preis für den Kunden.

Brauche ich für Meister, Geselle und Helfer unterschiedliche Sätze?

Oft ja. Dieser Rechner ermittelt einen durchschnittlichen Satz für den ganzen Betrieb, und der muss im Jahresmittel erreicht werden. Rechnest du Meister- und Helferstunden getrennt ab, verteile den Satz so, dass die Mischung über das Jahr wieder mindestens beim Durchschnitt landet. In kurzhand legst du dafür je Qualifikation eine eigene Stundenposition im Leistungskatalog an.

Wie oft sollte ich den Stundensatz neu berechnen?

Mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn sich etwas Größeres ändert: ein neuer Mitarbeiter, ein neues Fahrzeug, eine neue Werkstatt oder spürbar gestiegene Löhne. Wer den Satz jahrelang stehen lässt, verliert mit jeder Kostensteigerung ein Stück Gewinn, ohne es auf einer einzelnen Rechnung zu bemerken.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Der Rechner läuft vollständig in deinem Browser, es gibt kein Konto und keine Übertragung deiner Zahlen. Nur wenn du auf „Angebot anlegen“ klickst, legt der Browser den Satz als Position im Angebotsentwurf ab; wählst du „30 Tage kostenlos testen“, merkt er sich den gerundeten Satz für die Einrichtung — beides nur lokal in diesem Browser. Für die anonyme Nutzungsstatistik wird höchstens eine grobe Größenklasse des Ergebnisses erfasst, nie ein Betrag.

Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns direkt über den Kontakt.

Quellen und Stand

Zuletzt gegen die genannten Quellen geprüft am 15.09.2026. Recherchiert und geschrieben von den Gründern von kurzhand, Lars Rolsing und Julian Kokorin — beide Softwareentwickler, keine Steuer- oder Rechtsberater. Der Rechner ordnet die Kalkulation für den Handwerksalltag ein. Er ersetzt keine Steuer- oder Unternehmensberatung; die Verantwortung für die eigenen Preise bleibt beim Betrieb.

Ab 19 € netto/Monat

Bereit, mit deinem echten Satz zu arbeiten?

Stundensatz, Leistungskatalog und Kunden in einem System – ohne dass eine Zahl doppelt getippt wird.

  • Keine Zahlungsdaten nötig
  • Monatsplan monatlich kündbar
  • Anwendungsdaten auf EU-Servern

Entwickelt im Austausch mit den ersten Handwerksbetrieben.

GoBD-unterstützt

Automatische Archivierung

XML-Export

Separat zur Rechnungs-PDF

EU-Datenspeicherung

Frankfurt am Main, AWS eu-central-1