kurzhand für Maler und Lackierer
Als Malerbetrieb misst du die Fläche einmal auf. Angebot und Rechnung entstehen daraus.
Wandflächen, Vorarbeiten, Farbe und Stunden stehen einzeln im Angebot. Nimmt der Kunde an, wird daraus der Auftrag und später die Rechnung — die Flächen tippst du nur einmal.
Ohne Anmeldung starten · Vorschau sofort · m², Material und Stunden getrennt
Nur Geometrie. Deine m²-Preise stehen in deinem Leistungskatalog — kurzhand rechnet damit, schlägt sie aber nicht vor.
Die Arbeit, die im Quadratmeterpreis verschwindet.
Ein Malerangebot sieht von außen einfach aus: Fläche mal Preis. Der Aufwand steckt woanders — im Abkleben, Abdecken, Spachteln, Grundieren und im Wegräumen danach. Wer das in den Quadratmeterpreis einrechnet, hat ein billiges Angebot, das schwer zu erklären ist, sobald der Kunde vergleicht.
Wer es als eigene Positionen ausweist, wirkt zunächst teurer, kann aber jede Zeile begründen. kurzhand macht dir die zweite Variante leicht: Vorarbeiten, Fläche und Material sind einfach Positionen mit eigener Einheit, und jede steht auf dem PDF.
Der Kundenkreis ist der zweite Unterschied. Maler arbeiten überwiegend für Privathaushalte, und dort ist § 35a EStG kein Nebenthema: 20 % der Arbeitskosten mindern die Steuer des Kunden, Material nicht. Enthält deine Rechnung beides, gruppiert kurzhand die Positionen und schreibt den Lohnanteil als eigene Zeile unter die Summe.
„Können Sie mir das nochmal aufschlüsseln?“ — der Anruf, den eine aufgeschlüsselte Rechnung erspart. Im Angebot zieht dasselbe schon vorher als Argument.
Dasselbe Angebot, zweimal
Eine Zeile oder sechs. Der Kunde entscheidet danach.
Links das Angebot, das man nicht vergleichen kann. Rechts dasselbe, aufgeschlüsselt. Beträge stehen bewusst nicht darauf — deine Preise kommen aus deinem Katalog.
So sieht es aus, wenn alles im m²-Preis steckt
Angebot
AN-2026-0044
So sieht es aus, wenn jede Zeile für sich steht
Angebot
AN-2026-0045
Einmal erfasst
Vom Aufmaß bis zur Rechnung bleibt es derselbe Vorgang.
- m², Material und Stunden eintragenGib Fläche, Materialbedarf und Arbeitszeit ein. Netto, Mehrwertsteuer und Gesamtsumme rechnet kurzhand mit, während du tippst.
- Sauberes Angebot mit deinem LogoEs trägt dein Logo und deine Preise, und die Ablage ist GoBD-unterstützt. Der Kunde sieht, wofür er zahlt, und fragt seltener nach.
- Raus damit, per Mail oder WhatsAppkurzhand verschickt die E-Mail mit dem Angebots-PDF selbst. Oder du teilst die vorbereitete WhatsApp-Nachricht, die viele Kunden noch beim Kaffee beantworten.
- Aus dem Angebot wird die RechnungNimmt der Kunde an, wird das Angebot zum Auftrag. Nach dem letzten Anstrich machst du daraus die Rechnung, und Flächen, Material und Stunden stehen schon drin.
Vorher, nachher, sonstige
Gestritten wird über den Riss, der vorher schon da war.
Maler arbeiten fast immer im Bestand, und gestritten wird selten über die Farbe: Risse in der Altbeschichtung, Feuchteflecken, eine Tapete, die beim Abziehen den Putz mitnimmt. Fällt das erst bei der Abnahme auf, steht Aussage gegen Aussage.
Ab dem Betrieb-Tarif. Das Aufnahmedatum wird festgehalten; in der digitalen Abnahme hängen Fotos zusätzlich an einzelnen Mängeln, und der Kunde unterschreibt auf dem Gerät.
Was ohne das abends liegen bleibt
- Die m² erst per Hand rechnen und dann nochmal ins Word übertragen
- Farbe, Grundierung und Abdeckfolie einzeln ausweisen, ohne sich zu vertippen
- Privatkunden wollen sofort wissen, was es kostet, und du kommst erst abends dazu
- Kleinaufträge lohnen sich kaum, weil der Papierkram so lange dauert
Was die Abrechnung bestimmt
Drei Regelwerke, die bei Malerarbeiten auf der Rechnung landen.
- VOB/C · ATV DIN 18363
- Maler- und Lackierarbeiten. Sie regelt unter anderem, wie Flächen aufgemessen werden, und ist bei VOB-Aufträgen damit die Grundlage jeder m²-Position.
- VOB/C · ATV DIN 18299
- Die allgemeinen Regelungen für alle Bauarbeiten. Sie gelten zusätzlich zur gewerkespezifischen ATV und greifen überall dort, wo diese schweigt.
- § 35a EStG
- Malerarbeiten sind der Klassiker unter den begünstigten Handwerkerleistungen: 20 % der Arbeitskosten zieht der Privatkunde direkt von der Einkommensteuer ab, höchstens 1.200 € im Jahr. Farbe und Material zählen nicht mit, gezahlt werden muss per Überweisung — und der Lohnanteil muss getrennt auf der Rechnung stehen.
Q1 bis Q4
Q2 oder Q3? Das gehört ins Angebot.
Bei gespachtelten Gipsplatten entscheidet die Qualitätsstufe, wie viel Arbeit in einem Quadratmeter steckt. Das Merkblatt des Bundesverbands der Gipsindustrie nennt Begriffe wie „malerfertig“ oder „streichfertig“ ausdrücklich ungeeignet. Steht nichts im Leistungsverzeichnis, gilt Q2 als vereinbart.
Wer eine glatte, matte Wand verspricht, schreibt deshalb die Stufe in die Position. In kurzhand legst du dafür je Stufe eine eigene m²-Position im Leistungskatalog an. Der Kunde sieht dann auf dem Angebot, warum Q3 mehr kostet als Q2.
- Q1 · Grundverspachtelung
- Stoßfugen füllen, sichtbare Befestigungsmittel überziehen. Reicht, wo es keine optischen Anforderungen gibt, etwa unter Fliesen.
- Q2 · Standard
- Dazu Nachspachteln bis zum stufenlosen Übergang. Für Raufaser und matte, füllende Anstriche mit Lammfell- oder Strukturrolle. Bei Streiflicht sind Abzeichnungen nicht ausgeschlossen.
- Q3 · Sonderverspachtelung
- Dazu breiteres Ausspachteln der Fugen und scharfes Abziehen der übrigen Kartonfläche. Für fein strukturierte Wandbekleidungen und matte, feine Anstriche.
- Q4 · Vollflächig
- Die ganze Fläche wird mit mehr als 1 mm überzogen und geglättet. Für glatte Tapeten mit Glanz, Lasuren, Anstriche bis mittlerem Glanz und Stuccolustro.
FAQ
Was Maler vorher wissen wollen
Kann ich m²-Preise und Materialkosten getrennt ausweisen?
Ja. Du legst beliebig viele Positionen an: Arbeit nach m², Stunden, Materialkosten (Farbe, Grundierung, Tape) als separate Zeilen. Alles erscheint sauber aufgeschlüsselt auf dem PDF.
Kann ich meine Arbeitszeiten erfassen und Stundenlohnarbeiten abrechnen?
Ja (ab Betrieb-Tarif). Stunden auf der Baustelle stempeln oder abends nachtragen, Stundenzettel als PDF je Kunde oder Objekt erzeugen und abrechenbare Stunden mit einem Klick als Rechnungsposition übernehmen. Korrekturen werden mit Grund protokolliert.
Funktioniert das auch für Kleinstaufträge wie eine einzelne Wand?
Ja. Du kannst auch kleine Aufträge mit wenigen Positionen erfassen und das Angebot direkt als PDF vorbereiten, ohne dafür eine eigene Word-Vorlage zu pflegen.
Kann ich Stammkunden einen Rabatt geben?
Ja. Auf dem Angebot trägst du einen Rabatt in Prozent oder als Festbetrag ein; kurzhand rechnet Zwischensumme, Netto und Steuer neu. Der Rabatt gilt für den ganzen Beleg und wird darauf ausgewiesen — nicht je Position.
Kann ich den Zustand vor dem Anstrich mit Fotos festhalten?
Ja, ab dem Betrieb-Tarif. Du lädst Fotos direkt am Auftrag hoch, sortiert nach Vorher, Nachher und Sonstige; das Aufnahmedatum wird dabei festgehalten. In der digitalen Abnahme hängst du Fotos zusätzlich an einzelne Mängel, und der Kunde unterschreibt auf dem Gerät.
Wie schicke ich das Angebot per WhatsApp?
Du klickst im Tool auf 'Per WhatsApp senden'. Es öffnet sich WhatsApp mit einer vorgefertigten Nachricht und dem Bestätigungslink. Der Kunde sieht das Angebot direkt auf seinem Handy.
Behalte ich Gewährleistungsfristen im Blick?
Ja, ab dem Betrieb-Tarif. Aus jeder abgeschlossenen digitalen Abnahme berechnet kurzhand die Gewährleistungsfrist nach § 634a BGB: standardmäßig 2 Jahre für Arbeiten an Sachen und 5 Jahre für Bauwerke, je Abnahme umstellbar. Die Übersicht zeigt ablaufende Fristen, 90 Tage vor Ablauf erinnert dich kurzhand einmalig per E-Mail. Hilfestellung zur Terminverfolgung, keine Rechtsberatung.
Welche Qualitätsstufe gehört ins Angebot?
Die, die du tatsächlich lieferst, als eigene Position. Bei gespachtelten Gipsplatten gilt nach Merkblatt 2 des Bundesverbands der Gipsindustrie Q2 als vereinbart, wenn nichts anderes im Leistungsverzeichnis steht. Für feine matte Anstriche braucht es Q3, für glatte Glanzflächen Q4. In kurzhand legst du je Stufe eine eigene m²-Position im Leistungskatalog an.
Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns direkt über den Kontakt.
